DreBo expandiert nach Bad Saulgau - und investiert mehr als zehn Millionen Euro

Das Unternehmen DreBo – Hersteller von Bohrwerkzeugen für den professionellen Gebrauch mit Hauptsitz in Altshausen – wird in Bad Saulgau über 10 Millionen Euro in ein neues Gebäude und neue Maschinen investieren. Die beiden Geschäftsführer des Unternehmens, Harald Hehl und Clemens Tim Gumprich, stellten die Pläne in einem Gespräch mit der „Schwäbischen Zeitung“ vor.

Die beiden Geschäftsführer informierten die „Schwäbische Zeitung“, nachdem die Konzernspitze grünes Licht für das Investitionsvorhaben gegeben hat. Die DreBo gehört seit dem Jahr 2005 zum weltweit operierenden Konzern „Techtronic Industries“ mit Sitz in Hongkong. Der Sitz der Zentrale für Europa ist London. DreBo ist nach eigenen Angaben der weltweit führende Hersteller von Bohrwerkzeugen, der in Deutschland produziert. DreBo-Produkte werden nicht unter dem Namen des Herstellers, sondern weltweit unter dem Namen von Partnerunternehmen vertrieben.

 

"Im nächsten Jahr werden wir die 100-Millionen-Grenze überschreiten."

Harald Hehl, Geschäftsführer

 

Bereits Ende 2016 hat die DreBo ein 52.000 Quadratmeter großes Grundstück am Industriegebiet an der Hochberger Straße in Bad Saulgau erworben. Als Grund für die Erweiterung in Bad Saulgau nennt Geschäftsführer Harald Hehl die erschöpften Expansionsmöglichkeiten am Standort Altshausen. Das Unternehmen weist in den vergangenen Jahren ein durchschnittliches Umsatzwachstum zwischen sieben und acht Prozent auf. „Im nächsten Jahr werden wir die 100-Millionen-Grenze überschreiten.", sagt Harald Hehl, verantwortlich für den Bereich Marketing, Vertrieb und Produktmanagement.

Im neuen Betrieb in Bad Saulgau soll zunächst die Meißel-Produktion vom derzeit provisorischen Standort in einer Halle in Bad Saulgau-Krumbach verlagert werden. In der Halle im Bad Saulgauer Teilort sind derzeit 25 Mitarbeiter in diesem Sektor beschäftigt. Ebenso sollen Teile der Produktion von Bohrwerkzeugen mittelfristig in Bad Saulgau ebenfalls in Bad Saulgau angesiedelt werden. „Mittelfristig möchten wir am Standort 100 Mitarbeiter beschäftigen“, so Clemens Tim Gumprich, zuständig für den Geschäftsbereich Produktion. Dabei sollen ganze Produktlinien für die Produktion vom Rohling bis zum Fertigprodukt nach Bad Saulgau kommen. Auf den Transport von Vor- und Zwischenprodukten zwischen den einzelnen Betriebsstätten möchte das Unternehmen verzichten.

Für die neue Halle in Bad Saulgau geht die Unternehmensleitung von einem Investitionsbedarf von 5,5 Millionen Euro aus. Bereits in jüngster Zeit ging das Unternehmen mit einer Investition von sieben Millionen Euro für Maschinen an die Öffentlichkeit. Da ein Großteil der bestellten Maschinen am Standort Bad Saulgau zum Einsatz kommt, wird ein Gesamtvolumen von über 10 Millionen am Standort Bad Saulgau von den Geschäftsführern nicht dementiert.

Zeitlich drückt das Unternehmen aufs Tempo. Eine Entwurfsplanung soll in Kürze fertig sein, dann werde über die Zusammenarbeit mit einem Generalunternehmer entscheiden, mit dem zusammen zeitnah einen Bauantrag gestellt werden soll. „Wir gehen von einem Baubeginn im 2. Quartal des nächsten Jahrs aus“, so Clemens Tim Gumprich.

Eine Rolle bei der Standortentscheidung für Bad Saulgau sei die räumliche Nähe zum Hauptstandort Altshausen gesehen. Beide Standorte liegen nur rund 11 Kilometer auseinander. „Wir wollten nicht, dass wir Mitarbeiter wegen eines Umzugs verlieren“, so Harald Hehl. Auch die vermutlich einfachere Möglichkeit, Fachkräfte zu gewinnen, hätten eine Rolle gespielt, sich in nördlicher Richtung zum bestehenden Standort auszuweiten. Ausdrücklich lobend heben die beiden Geschäftsführer die Zusammenarbeit mit der Stadt hervor: „Vertreter der Stadt haben uns sehr wohlwollend begleitet.“

Mit einem neuen Standort möchte DreBo seine Produktivität abermals steigern. Für Produktivitätszuwachs und die Optimierung der Produktionsabläufe biete ein neues Gebäude naturgemäß sehr gute Möglichkeiten. Auch künftig möchte das Unternehmen seine führende Stellung im Bereich professioneller Bohrwerkzeuge durch Innovation und Produktivitätsfortschritt behaupten. „Wir haben an diesem Standort weitere Expansionsmöglichkeiten“, sagt Harald Hehl. Für das jetzt geplante Gebäude wird nur ein Teil des Geländes gebaut.

 

"Der Bausektor boomt massiv, das geht nicht schnell zu Ende, auch angesichts der Zinssituation."

Harald Hehl, Geschäftsführer

 

DreBo wächst dabei, allen eingetrübten Konjunkturaussichten zum Trotz. Auf Produktivität und Produktqualität wird bei DreBo hohen Wert gelegt. Man hänge nicht am Automobilsektor. „Der Bausektor boomt massiv, das geht nicht schnell zu Ende, auch angesichts der Zinssituation.“ Und das entspreche der Situation weltweit. 80 Prozent der DreBo Produkte gehen in den Export mit den Hauptabsatzmärkten Europa und Nordamerika, Australien, Japan Korea. DreBo beschäftigt derzeit weltweit 480 Mitarbeiter, davon 300 am Standort Altshausen, 30 am Übergangs-Standort Krumbach und 76 in Schmalegg.

Kontakt

DreBo Werkzeugfabrik GmbH
Telefon: +49 7584-29 00-0

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